Starker Süden – aus der Krise in den Aufschwung
Finanzminister Willi Stächele zu Gast bei der CDU Filderstadt
„In der Krise investieren und im Aufschwung konsolidieren“, das ist Willi Stächeles Vorstellung eines erfolgreichen Wirtschaftskonzeptes in Baden-Württemberg.
Am 13. Dezember 2010 besuchte der baden-württembergische Finanzminister auf Einladung des CDU Stadtverbandsvorsitzenden Thorwald Teuffel von Birkensee, dem CDU Landtagskandidaten Thaddäus Kunzmann und der Mittelstandvereinigung der CDU (MIT) Filderstadt und stand gleich zweimal Rede und Antwort: zuerst bei einem typischen Vertreter des schwäbischen Mittelstandes: der Spedition Beck in Filderstadt-Bonlanden und danach im Stadionrestaurant des TSV Bernhausen bei einem öffentlichen Vortrag zur wirtschaftlichen Lage des Landes der unter dem Thema „Starker Süden – aus der Krise in den Aufschwung“ stand.
(v.l.n.r.) Zweitkandidat Thorsten Kroner, Finanzminister Willi Stächele, CDU Stadtverbandsvorsitzender Thorwald Teuffel von Birkensee, CDU Landtagskandidat Thaddäus Kunzmann
Die Reihenfolge war gut gewählt. Wer auf Einladung der MIT bei der Beck Gruppe dabei sein konnte, bekam einen guten und interessanten Einblick in die Erfolgsgeschichte, aber auch in die Nöte und Bedürfnisse eines Vertreters des Mittelstandes, der zu Recht als Traditionsunternehmen bezeichnet werden darf.
Das innovativ ausgerichtete Logistik-Unternehmen wurde 1977 von Eberhard Beck gegründet, sozusagen auf der grünen Wiese. Von Anfang an hauptsächlich auf die Abholung, Kommissionierung und Anliefer-ung von Druck- und Presseerzeugnissen spezialisiert, womit sich bei den großen Verlagen ein kleiner aber stabiler Kundenstamm geschaffen wurde.
(v.l.n.r.) Senior-Chef Eberhard Beck, Finanzminister Willi Stächele, CDU Landtagskandidat Thaddäus Kunzmann – Die Beck Gruppe zeigt auf wo der Schuh drückt und was sie kann.
Heute bietet die Beck Gruppe mit ihren drei Teilbetrieben, Beck Spedition+Logistik, Beck Servicepack und Beck Kontraktlogistik, circa 200 Arbeitsplätze. Sie kann sich auch in schwerer gewordenen Zeiten mit rückläufigen Auflagen und stetig steigender Konkurrenz behaupten, nicht zuletzt aufgrund frühzeitiger Einführung von zukunftsweisender EDV und gelungener Betriebsablauforganisation.
Somit konnte man bei diesem Besuch genau den Typ Unternehmen kennen lernen, den Willi Stächele in seinem folgenden Vortrag als den „Urtyp“ des baden-württembergischen Unternehmers beschrieb, der den Süden so stark gemacht hat, wie er es heute ist. Gegründet in Garagen und Hinterhöfen, ausgestattet mit Phantasie, Erfindungsreichtum und Fleiß. Viele Traditionsunternehmen haben in unserem Ländle einst so ihre Erfolgsgeschichte begonnen. Eine Erfolgsgeschichte, die selbst die großen Krisejahre 2008 und 2009 überstanden hat und die, so betont Stächele, viel zu wenig nach außen hin gezeigt wird, weil man hier sein Licht viel zu oft unter den Scheffel stelle.
Spürbare Investitionsstaus im Straßenbau, Fragen zur Akzeptanz der Straßenbenutzungsgebühren bei den Kunden, Grundstückspreise, Auswirkungen der Basler Abkommen und dergleichen waren nur einige der angesprochenen Themen der interessierten Gesprächsrunde im Hause Beck.
Der Zusammenhalt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern habe es möglich gemacht. Es ist wieder Wachstum da. Die unerwarteten Steuermehreinnahmen würden schon wieder neue Begehrlichkeiten wecken; doch hier macht der Finanzminister seine Verantwortung für die nachfolgenden Generationen klar. Es habe 35 Jahre gebraucht, bis wieder ein ausgeglichener Haushalt 2008 geschafft war und die Krise hat zu erneuten Neuverschuldung gezwungen. Sein Credo: Im Aufschwung ist die Schuldenreduzierung die erste Pflicht in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen.
Nach diesem interessanten Vortrag rundete eine intensive Diskussion über finanzpolitische Themen mit den Besuchern den gelungenen Abend ab. Der CDU-Stadtverband Filderstadt überreichte dem Minister als kleines Dankeschön einen Bildband über Filderstadt und hatte damit wohl genau das richtige Präsent gefunden. Denn Willi Stächele musste zugeben, dass er von Filderstadt in der Vergangenheit noch nicht allzu viel gehört hatte. Dies sollte sich nach diesem Abend gründlich geändert haben. Schließlich wollen wir doch nicht unser Licht unter den Scheffel stellen. (w.s.)
Die dritte Ministerbesuch der Polit-Reihe "3M + 1MP" fand am Montag, dem 13. Dezember 2010 statt.
Die Fotos wurden von Christiane und Wolfgang Robel gemacht.








