Die Mauer - 50 Jahre
Am 15. Juni 1961 stellte die westdeutschen Journalistin Annamarie Doherr bei einer Pressekonferenz an Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR, SED-Parteiführer und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates die Frage: „Ich möchte eine Zusatzfrage stellen. Doherr, Frankfurter Rundschau. Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?“
Ulbricht antwortete: „Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen, und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“
Obwohl nicht speziell nach der Art der Abriegelungsmaßnahmen gefragt wurde, war Ulbricht selbst damit der erste, der den Begriff „Mauer“ diesbezüglich in den Raum stellte. Ob er dies aus einer Unachtsamkeit heraus oder mit Absicht tat, konnte nie abschließend geklärt werden.
(Quelle: www.de.wikipedia.org/wiki/Walter_Ulbricht)
Tatsächlich hatte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) aber bereits seit 1958 eine Lösung favorisiert, die unter dem Stichwort "Operation Chinesische Mauer" die vollständige Abriegelung West-Berlins von der DDR vorsah. Dadurch sollte einem Zusammenbruch der DDR vorgebeugt werden. Als diese Idee in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 Wirklichkeit wurde, bekam das von Winston Churchill 1945 geprägte Schlagwort "Eiserner Vorhang" im Herzen Berlins eine konkrete Gestalt.
Mehr als 1.000 Menschen starben bei ihrem Fluchtversuch aus der DDR – mindestens 136 allein an der Berliner Mauer.
Der Mauerbau und die Konsequenzen für die Menschen
In der Woche vor dem Mauerbau stieg die Zahl der Flüchtlinge sprunghaft an. Allein im Juli 1961 wurden 30.415 Anträge auf Notaufnahme registriert. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Flüchtlinge um mehr als 50 Prozent, gegenüber dem Vorjahr um fast 100 Prozent.
Mit der Errichtung der Berliner Mauer wurde die Fluchtbewegung aus der DDR gewaltsam gestoppt. In der Nacht vom 12. auf den 13.8.1961 begannen sowjetische und DDR-Verbände (Volkspolizei, Nationale Volksarmee und Betriebskampfgruppen) eine Grenze mit Stacheldraht zu den Westsektoren Berlins zu errichten, die .... (weiter)
Chronik der Mauer 1961 - 1989/90
Chronik der Mauer ist ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V., der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschlandradios.
Dokumentationen über das Bauwerk und seine Folgen für die beiden deutschen Staaten und deren Bürger:
www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/year/1961
www.berlin.de/mauer/index.de.html
Die Geschichte der Mauer
- aufgearbeitet für Schüler
DDR-Witze über Ulbricht und die Mauer
Wer ist der schlechteste Skatspieler aller Zeiten?
Walter Ulbricht! Der reizt bis 13 - dann fängt er an zu mauern!
Dieser Witz bezieht sich auf den Mauerbau am 13.08.1961.
Wer ist der größte Feldherr der Weltgeschichte?
Walter Ulbricht! Er schlug zwei Millionen Menschen in die Flucht und nahm 17 Millionen gefangen.
Bezieht sich auch auf den Mauerbau
Foto-Quellen:
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.; Rathausallee 12; 53757 Sankt Augustin


